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SAP MM: Materialwirtschaft, die im Standard trägt

Beschaffung, Bestandsführung und Rechnungsprüfung: Im Modul MM entscheidet sich, ob Einkauf, Lager und Buchhaltung mit denselben Zahlen arbeiten. Wir kennen das Modul aus Konzernprojekten in Chemie und Handel – im Standard wie an seinen Grenzen.

Unsere Schwerpunkte in MM sind Beschaffung, Output Management, Schnittstellenkonfiguration, Reklamation und Retoure, die automatische Rechnungsprüfung mit ERS, die Kontenfindung sowie die Bestandsführung mit Materialumbuchungen (MM-IM).

Woran Sie merken, dass Sie das brauchen

Wenn die Materialwirtschaft nicht mehr im Standard läuft, zeigt sich das meist an Stellen wie diesen:

  • Die Bestände sind höher als nötig, und trotzdem fehlt regelmäßig etwas.
  • Bestellungen laufen per E-Mail oder Telefon an der Beschaffung vorbei und tauchen erst mit der Rechnung im System auf.
  • Die Rechnungsprüfung hängt an Klärfällen; Mengen- und Preisabweichungen binden Einkauf und Buchhaltung gleichermaßen.
  • Lieferantendaten liegen mehrfach im System, und Intercompany-Lieferungen werden von Hand abgestimmt.

Wo in der Materialwirtschaft die Arbeit wirklich liegt

Wir denken in Prozessen, nicht in Modulgrenzen – vom Bedarf bis zur bezahlten Rechnung:

  • Die Analyse setzt an Ihren Zahlen an: Bestell- und Bestandsdaten, die Klärfälle der Rechnungsprüfung und die Eigenentwicklungen, die sich über die Jahre angesammelt haben.
  • Im Konzept geht es um wenige, dafür weitreichende Festlegungen – Freigabestrategien, Kontenfindung, Kandidaten für das Gutschriftverfahren. Sie prägen den Prozess für Jahre.
  • Die Bereinigung der Material- und Lieferantenstammdaten ist ein eigener Arbeitspunkt vor dem Test. Wer sie überspringt, findet dieselben Fehler später im Integrationstest wieder, dann aber unter Termindruck.
  • Getestet wird über Einkauf, Lager und Finanzwesen hinweg. Erst an der Rechnungsprüfung zeigt sich, ob die Kette wirklich trägt.

Was davor und danach in jedem unserer Projekte gleich abläuft, steht gebündelt auf der SAP-Übersicht. So arbeiten wir – der gemeinsame Rahmen

Für einen abgegrenzten Prozessbereich, etwa die Rechnungsprüfung, sind vier bis sieben Monate realistisch. Ein Rollout über mehrere Länder ist ein Programm mit eigener Planung.

Von Ihrer Seite brauchen wir je Teilprozess einen Key User aus Einkauf, Lager oder Buchhaltung, der für seinen Bereich entscheiden darf, und einen Prozessverantwortlichen, der bei Zielkonflikten zwischen den Bereichen den Ausschlag gibt.

Zwei Beispiele aus unseren Projekten

Unsere Kunden nennen wir nicht beim Namen – die Aufgaben schon.

Ein international tätiger Handelskonzern, 07/2019 – 12/2024

Über mehr als fünf Jahre haben wir in einer globalen S/4HANA-Transformation zu den SAP-Prozessen eines Sortimentsbereichs beraten – vom Prozesskonzept über die Systemintegration bis zu Migration, Cut-over und Test in fünf Ländern.

Ein Großhandelsunternehmen, 09/2018 – 06/2019

In einer europaweiten S/4HANA-Einführung haben wir für ein Großhandelsunternehmen die Reklamations- und Retourenprozesse in MM und SD konzipiert und bis zur Umsetzung im System begleitet.

Was am Ende vorliegt

  • Bereinigte Material- und Lieferantenstammdaten
  • Dokumentierte Beschaffungsprozesse im SAP-Standard
  • Definierte Freigabestrategien und eine nachvollziehbare Kontenfindung
  • Eine Rechnungsprüfung, die im Regelfall automatisch läuft – mit ERS überall dort, wo die Voraussetzungen erfüllt sind
  • Geschulte Key User in Einkauf, Lager und Buchhaltung

Was wir nicht tun

  • Eigenen Code entwickeln wir in SAP nicht. Vorhandene Eigenentwicklungen bewerten wir gern gegen den Standard und empfehlen häufig, sie durch ihn zu ersetzen.
  • Wir ersetzen nicht Ihren Einkauf. Entscheidungen über Lieferanten, Konditionen und Bestände bleiben bei Ihnen; wir sorgen dafür, dass das System sie zuverlässig trägt.
  • Eine Einsparquote nennen wir nicht vorab. Was bei Ihnen möglich ist, zeigt die Analyse mit Ihren Zahlen.

Typische Fragen

Wie bekommen wir die Bestände runter, ohne lieferunfähig zu werden?
Nicht durch eine pauschale Kürzung, sondern über saubere Dispositionsparameter je Material, verlässliche Wiederbeschaffungszeiten und eine Bestandsführung, der alle vertrauen. Meist besteht der erste Schritt darin, die Datenbasis zu bereinigen – die Bestände folgen dann fast von selbst.
Lässt sich die Rechnungsprüfung automatisieren?
Ja, in weiten Teilen. Bei Lieferanten mit stabilen Preisen und Wareneingangsbezug kann die Gutschrift automatisch aus dem Wareneingang entstehen (ERS). Voraussetzung sind gepflegte Preise und Konditionen; sonst automatisieren Sie die Klärfälle gleich mit.
Was ändert sich mit S/4HANA im Einkauf?
Die Grundlogik bleibt erhalten, Oberfläche und Auswertungen ändern sich spürbar: Fiori-Apps statt Transaktionen, Bestände und Bedarfe in Echtzeit ohne Nachtläufe und ein vereinfachtes Datenmodell in der Bestandsführung. Eigenentwicklungen im Einkauf sollten geprüft werden – viele werden durch den Standard überflüssig.
Können Sie Intercompany-Prozesse abbilden?
Ja. Wir haben Intercompany-Prozesse über viele Länder hinweg konzipiert und ihre Einführung begleitet, von der Bestellung zwischen Konzerngesellschaften bis zur automatischen Abrechnung. Der anspruchsvolle Teil ist dabei selten das Customizing, sondern die einheitliche Abstimmung zwischen den Gesellschaften.

Erstgespräch zu SAP MM

Welcher Teilprozess drückt bei Ihnen am meisten – Beschaffung, Bestände oder Rechnungsprüfung? Zwei Sätze genügen; wir melden uns innerhalb von zwei Arbeitstagen bei Ihnen. Das gilt ebenso für Implementierungspartner, die im MM-Vorhaben ein Arbeitspaket auf der Prozessseite abgeben möchten.

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