SAP Transportation Management: Planung und Ausführung, auf die sich die Abrechnung stützen kann
Wir kennen SAP TM aus Einführungsprojekten sowohl als eigenständiges System als auch als Embedded TM in S/4HANA und arbeiten derzeit in einem Kundenmandat an Planung und Ausführung in SAP TM. Diese Erfahrung bringen wir gern in Ihr Vorhaben ein.
Einen Großhandelskunden beraten wir derzeit zu Transportplanung und Transportausführung. Zuvor haben wir mehrere TM-Projekte begleitet, zunächst mit Standalone TM, heute mit Embedded TM in S/4HANA. Christian Rettig hat die SAP-Zertifizierung für SAP Transportation Management abgelegt.
Woran Sie merken, dass Sie das brauchen
SAP TM lohnt sich, sobald Transport für Sie kein Nebenprozess mehr ist. Typische Anzeichen:
- Die Transportplanung findet in Excel und am Telefon statt, und das Wissen darüber steckt in wenigen Köpfen.
- Frachtkosten lassen sich erst prüfen, wenn die Rechnung des Spediteurs bereits auf dem Tisch liegt.
- Mehrere Spediteure mit unterschiedlichen Tarifen, Laufzeiten und Kapazitäten müssen koordiniert werden.
- Lager- und Transportprozesse laufen auseinander: Was kommissioniert ist, ist noch nicht verplant – oder umgekehrt.
Embedded oder Standalone – und was daran hängt
Die erste Entscheidung betrifft die Systemvariante. Beide kennen wir aus Einführungsprojekten:
Embedded TM in S/4HANA
Das Transportmanagement läuft im selben System wie Auftrag, Lieferung und Faktura. Stammdaten und Belege müssen nicht repliziert werden, es gibt ein Datenmodell und einen Upgrade-Zyklus. Wenn Sie auf S/4HANA sind oder dorthin gehen, ist das der naheliegende Weg. SAP unterscheidet dabei zwischen dem Basisumfang und Advanced TM mit eigener Lizenz; welche Funktionen Sie wirklich brauchen, klären wir vor dem Konzept.
Standalone TM
Ein eigenes System, das mehrere ERP-Systeme bedienen kann. Das ist sinnvoll in Landschaften mit mehreren ERP-Instanzen oder wenn TM bereits vor der S/4HANA-Umstellung produktiv sein soll. Läuft bei Ihnen noch SAP TM 9.x, gilt dafür dasselbe Wartungsende wie für ECC – dann gehört die Frage in Ihre S/4HANA-Planung.
Fachlich decken beide Varianten Planung, Ausführung und Abrechnung ab. Die Entscheidung hängt deshalb weniger an der Funktion als an Ihrer Systemlandschaft – und die schauen wir uns gemeinsam an.
Was ein TM-Projekt von anderen Einführungen unterscheidet
- Die Aufnahme dreht sich um Ihr Transportnetz: welche Spediteure Sie beauftragen, nach welchen Tarifen abgerechnet wird, welche Relationen regelmäßig laufen und welche Sonderfälle es gibt.
- Tarife, Relationen und Ressourcen sind Stammdaten mit eigenem Aufwand. Sie entstehen nicht nebenbei im Customizing und brauchen im Plan eine eigene Zeile.
- Getestet wird vom Kundenauftrag über Lieferung und Transport bis zur Frachtabrechnung – also quer durch Vertrieb, Lager und Finanzwesen, nicht nur in der Disposition.
- Die Entscheidung zwischen Embedded und Standalone fällt vor dem Konzept, weil sie den Zuschnitt des ganzen Projekts bestimmt.
Wie eine Einführung bei uns grundsätzlich abläuft – von der Analyse bis zum begleiteten Start –, lesen Sie auf der SAP-Übersicht. So arbeiten wir – der gemeinsame Rahmen
Für ein Embedded-TM-Projekt an einem Standort sind 6 bis 10 Monate eine realistische Größenordnung. Mehrere Länder oder ein Standalone-System mit mehreren angebundenen ERP-Systemen brauchen entsprechend länger.
Von Ihrer Seite brauchen wir die Disposition als Key User von Anfang an und nicht erst im Test, einen Ansprechpartner aus dem Finanzwesen für die Frachtabrechnung und die Bereitschaft Ihrer Spediteure, Aufträge und Statusmeldungen elektronisch auszutauschen.
Angrenzend: der Hof zwischen Tor und Rampe
SAP Yard Logistics
Zwischen Tor und Rampe liegt ein Prozess, den weder TM noch EWM vollständig abbilden: Terminvergabe, Check-in, Rangieren, Beladung, Check-out. SAP Yard Logistics ist das Add-on für S/4HANA, das diesen Hof steuert – für Lkw, Container und Bahn, integriert mit TM und EWM, für die Private Edition als Cloud-Service angeboten. Ob es in Ihr Programm gehört, hängt am Volumen am Tor: Wenn Lkw warten, weil niemand weiß, welche Rampe frei ist, ist der Hof kein Nebenprozess mehr. Dann bewerten wir Yard Logistics mit Ihnen gegen den Yard-Umfang von EWM und gegen die Zeitfenstersteuerung, die das Business Network mit Dock Appointment Scheduling mitbringt.
Was am Ende vorliegt
- Ein produktiver Transportplanungsprozess von der Lieferung bis zum Frachtauftrag
- Dokumentierte Schnittstellen zu Lager (WM/EWM) und Finanzwesen (FI/CO)
- Gepflegte Tarif- und Spediteurstammdaten als Grundlage der Frachtkostenermittlung
- Geschulte Disponenten und Key User
- Offene Punkte, die bewusst auf die Zeit nach dem Start verschoben wurden – mit Verantwortlichem und Termin
Was wir nicht tun
- SAP-Basis-Tätigkeiten und eigene Entwicklungen übernehmen wir nicht. Unser Feld sind der TM-Standard und sein Customizing.
- Wir betreiben keine Frachtbörse und vermitteln keine Spediteure. Wir richten den Prozess ein, mit dem Sie Ihre Transportpartner zuverlässig führen.
- Eine Einsparquote versprechen wir nicht vorab. Was TM bei Ihnen bringt, rechnen wir in der Prozessaufnahme mit Ihren Volumina ehrlich durch.
Typische Fragen
- Brauchen wir Embedded oder Standalone?
- Wenn Sie auf S/4HANA sind oder auf dem Weg dorthin, ist Embedded der naheliegende Weg. Standalone bleibt sinnvoll, wenn mehrere ERP-Systeme angebunden werden müssen oder TM schon vor der S/4HANA-Umstellung produktiv sein soll. Wir kennen beides aus Einführungsprojekten und beraten Sie gern zu Ihrer Situation.
- Wie binden wir unsere Spediteure an?
- Über die SAP-Standardwege für den Austausch von Frachtaufträgen, Statusmeldungen und Abrechnungsdaten – elektronisch für die großen Partner, über ein Portal für kleinere. Entscheidend ist dabei weniger die Technik als die Bereitschaft Ihrer Spediteure, sie zu nutzen. Das klären wir gemeinsam in der Prozessaufnahme.
- Rechnet sich das bei unserem Volumen?
- Diese Frage beantworten wir in der Prozessaufnahme mit Ihren Zahlen, nicht mit einer Faustformel. Nach unserer Erfahrung liegen die größten Hebel in der Frachtkostenkontrolle vor der Rechnung, in der Bündelung von Sendungen und im Wegfall manueller Abstimmung zwischen Lager, Disposition und Buchhaltung.
- Können wir mit der Planung anfangen und die Abrechnung später einführen?
- Ja, sehr gut sogar. Planung und Ausführung zuerst und die Abrechnung als zweite Stufe ist ein bewährter Schnitt.
- Was ändert sich für die Disposition?
- Die Planung wandert aus Excel ins System. Der Disponent sieht offene Lieferungen, Kapazitäten und Kosten an einer Stelle und entscheidet dort. Das ist die größte Umstellung im Projekt, und deshalb schulen wir die Disposition am Projektsystem und nicht an Folien.
Erstgespräch zu SAP Transportation Management
Wo steht Ihre Transportplanung heute – Excel, Altsystem oder ein erstes TM? Ein kurzes Gespräch reicht meist, um den nächsten Schritt einzuordnen. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht. Brauchen Sie als Beratungshaus für ein abgegrenztes TM-Arbeitspaket erfahrene Unterstützung, beschreiben Sie uns einfach das Arbeitspaket und das Ergebnis, das Sie erwarten – der Rest läuft gleich.