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4TrustConsulting GmbH
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09. Oktober 2026

Wartungsende 2030: Was für ECC-Systeme auf Fremddatenbanken oder Java wegfällt

SAP erläutert, dass Ende 2030 neben der erweiterten Wartung auch die Vereinbarungen zu Datenbanken anderer Hersteller und zu Java auslaufen – mit Folgen für die Kundenwartung danach und für den Weg der Systemkonvertierung.

Was ist passiert

Im SAP News Center vom 07.10.2026 erläutert SAP, dass mit dem Ende der optionalen erweiterten Wartung für SAP Business Suite 7 am 31.12.2030 auch die bisherigen Vereinbarungen mit großen Datenbankherstellern und die Unterstützung für Java unter SAP NetWeaver AS Java 7.5 auslaufen, sodass Systeme auf einer Datenbank anderer Hersteller danach nur noch eingeschränkt betreut werden können.

Wen betrifft es

Unternehmen, deren ECC-System noch nicht auf SAP HANA läuft, und alle, die Anwendungen auf SAP NetWeaver AS Java betreiben. Die Wartungstermine selbst sind laut SAP unverändert: Die Standardwartung läuft bis zum 31.12.2027, die optionale erweiterte Wartung bis zum 31.12.2030. Der Artikel stellt klar, was danach in der kundenspezifischen Wartung nicht mehr möglich ist. Der Artikel nennt unter anderem Kernel-Patches und Kernel-Sicherheitspatches für Umgebungen mit Fremddatenbank sowie möglicherweise auch Downloads der zugehörigen Werkzeuge für Administration, Sicherung, Upgrade und Migration. Damit betrifft das Thema nicht nur die IT, sondern auch den CFO-Bereich, der den Betrieb eines Kernsystems ohne diese Absicherung bewerten muss.

Was ist zu tun

Laut SAP ist eine Systemkonvertierung von Business Suite 7 auf einer Fremddatenbank nach S/4HANA oder SAP Cloud ERP nur bis Ende 2030 verfügbar; danach bleibt nur die Neueinführung. Für die Transition Option, die SAP für die größten und komplexesten Kunden von 2031 bis 2033 vorsieht, muss das System vor dem 31.12.2030 auf SAP ERP, private edition, auf SAP HANA umgezogen sein, und es gelten weitere Voraussetzungen; Java-abhängige Funktionen deckt sie laut Artikel nicht ab. Wir würden deshalb jetzt drei Fragen klären: Auf welcher Datenbank laufen die produktiven Systeme, welche Prozesse hängen an Java-Komponenten, und welcher Weg ist realistisch, wenn man Test, Cut-over und Stabilisierung rückwärts vom Termin rechnet. Die SAP-Hinweise, die der Artikel verlinkt, gehören in diese Prüfung.

Unsere Einschätzung

Der Beitrag stammt von SAP und verbindet die Klarstellung mit der Empfehlung, bis Ende 2030 nach SAP Cloud ERP zu wechseln. Die technischen Fakten sollte man davon getrennt bewerten. Aus unserer Sicht verschiebt sich das Datum, an dem eine Entscheidung fallen muss, für Systeme auf Fremddatenbanken faktisch nach vorn: Wer die Konvertierung als Weg offenhalten will, braucht vor Ende 2030 nicht nur eine Entscheidung, sondern ein abgeschlossenes Projekt. Den Umzug auf SAP HANA nennt SAP als Möglichkeit in ausgewählten Fällen, ausdrücklich ohne Verlängerung der Wartung und nicht als empfohlenen Weg auf Dauer. Für eine Programmleitung heißt das, die Plattformfrage nicht der Technik allein zu überlassen, sondern sie zusammen mit Fachbereich und Finanzen als Teil des Transformationsplans zu entscheiden.

Quellen

Einordnung von 4Trust zum Stand des genannten Datums; der Anlass ist laut der oben verlinkten Quelle wiedergegeben. Der Beitrag ist eine allgemeine Einschätzung und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern entgegen: info@4trust-consulting.com.